Fernsehen

Wut allein ist nicht genug: Lauer Start für Anne Will

ARD-Polittalkerin Anne Will ist auf ihrem neuen Sendeplatz mit einer schwachen Quote gestartet. Im Schnitt 1,22 Millionen Zuschauer schalteten am späten Mittwochabend die Sendung "Anne Will" ein.

Das war ein Marktanteil von 8,5 Prozent. Ein ARD-Sprecher sprach derweil von einem "guten Start" auf dem neuen Sendeplatz, an den die Zuschauer sich erst noch gewöhnen müssten. "Anne Will" läuft jetzt mittwochs um 22.45 Uhr nach den "Tagesthemen".

Unter dem Titel "Wut im Bauch" ging es um das Thema Jugendgewalt. Gäste waren Spitzenkoch Tim Raue, Rapper Sido, Schauspielerin Veronica Ferres, der Journalist Christian Nürnberger und der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).

Wegen der Neuverpflichtung von Moderator Günther Jauch hatten die ARD-Intendanten ein neues Schema mit neuen Sendeplätzen für die Talkshows im Ersten beschlossen. Zuvor war Wills Sendung am Sonntag um 21.45 Uhr im Ersten gelaufen. Auf diesem Platz startet am 11. September der neue ARD-Talker Jauch. Die ARD hat damit fünf Talkformate. Will hatte bei einem Pressetermin in der vergangenen Woche die Hoffnung geäußert, auf ihrem neuen Sendeplatz auf 1,5 bis 2 Millionen Zuschauer zu kommen. Frank Plasbergs Talkshow "Hart aber fair", die zuvor am Mittwochabend eine Stunde früher ausgestrahlt worden war, hatte seit Jahresbeginn im Schnitt 3,11 Millionen Zuschauer verzeichnet.