Symbolisches

Das Phänomen der Mauer in der Literatur und Kunst

dtv hatte eine schöne Idee. Der Münchener Verlag und Klaus-Dietmar Henke haben ein Sammelband über die Mauer herausgebracht, der weit über das Jahr 1961 und die politischen Aspekte der Zweiten Berlin-Krise hinaus geht.

Zahlreiche, teilweise vorzügliche Autoren beschäftigen sich mit dem Phänomen Mauer auf allen Feldern - von der Mauer in der Literatur (Doris Liebermann) bis zur Mauerkunst (Lutz Henke), von "Ulbricht und dem Mauerbau" (Manfred Wilke) über die Bedeutung des Checkpoint Charlie (Konrad Jarausch) bis hin zur "Mauer als politische Metapher" (Marion Detjen). Dabei geht es auch um ihr immaterielles Fortleben. In der Masse der fast unübersichtlichen Mauer-Literatur gelingt es diesem Band, durch die Vielfalt seiner Themen herauszuragen. Ein originelles, bereicherndes Buch im Jahr des Gedenkens.

Klaus-Dietmar Henke (Hg.): Die Mauer. Errichtung, Überwindung, Erinnerung. dtv, München. 608 S., 24,90 Euro.