Kunst

Philippinen: Präsident schließt Ausstellung wegen Blasphemie

Nach Protesten ist auf den Philippinen eine Ausstellung mit einer als blasphemisch kritisierten Jesus-Darstellung abgebrochen worden. Auf Druck des Präsidenten Benigno Aquino III. schloss das nationale Kulturzentrum in der Hauptstadt Manila am Dienstag seine Abteilung für Bildende Kunst.

Dort sollte noch bis 21. August die Schau mit dem Titel "Kulo" (etwa: Beule, Geschwür) gezeigt werden.

Sie präsentierte zum 400-jährigen Bestehen der katholischen "Universität des heiligen Thomas von Aquin" die Arbeiten von 30 Künstlern. Eines der Exponate mit dem Titel "Polytheismus" zeigt einen hölzernen Penis, der an ein Jesus-Bild geklebt wurde, ein Kruzifix mit einem Kondom und eine sitzende Jesusstatue mit einer roten Clownsnase und Micky-Maus-Ohren. Außerdem waren religiöse Bilder zu sehen, die mit Fotos von spärlich bekleideten Frauen kombiniert wurden.

Der Präsident zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung. Er erklärte, die Ausstellung verletze die religiösen Gefühle der Menschen. 85 Prozent der Bevölkerung seien christlichen Glaubens. Er habe das Kulturzentrums darauf hingewiesen, dass es keine absolute Freiheit gebe und dass das Kulturzentrum mit dem Geld der Bürger betrieben werde.