KulturNews

Literatur: Hannah-Arendt-Preis geht an Navid Kermani

Literatur

Hannah-Arendt-Preis geht an Navid Kermani

Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Navid Kermani. Der 1967 in Siegen als Sohn iranischer Eltern geborene Orientalist erhält die Auszeichnung für seine "lagerüberwindenden, religionswissenschaftlichen und politischen Analysen", wie die Jury mitteilte. Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist mit 7500 Euro dotiert. Er wird von der den "Grünen" nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung und der Hansestadt Bremen vergeben.

Menschenrechte

"Free Ai Weiwei" am Kunsthaus Bregenz

In großen roten Buchstaben prangt der Schriftzug "Free Ai Weiwei" auf dem Dach des Kunsthauses Bregenz, das gerade eine Ausstellung zum architektonischen Werk Ais zeigt. Begleitend zur Schau schufen mehrere Künstler, darunter Olafur Eliasson und Jenny Holzer, Plakate, mit denen sie auf die politischen Repressionen gegen Ai Weiwei hinweisen. Der Schriftzug sei ein "weiteres Zeichen der Solidarität" mit dem Künstler, so das Kunsthaus. Ai wurde Ende Juni auf Kaution freigelassen, unterliegt jedoch einem Ausreiseverbot.

Kunst

Galleria Borghese erhält Leihgaben aus dem Louvre

In der Galleria Borghese in Rom sind diesen Winter in einer Sonderausstellung 65 antike Statuen und Vasen aus dem Louvre zu sehen. Gezeigt werden Werke, die ursprünglich aus dem Museum in der italienischen Hauptstadt stammen und 1807 unter Napoleon an die französischen Sammlungen übergingen. Termin und Titel der Ausstellung stehen gegenwärtig noch nicht fest. Unter den Stücken soll sich auch der von Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) restaurierte Hermaphrodit, eine Darstellung der griechischen Sagengestalt Marsias sowie die Statue des sterbenden Seneca befinden. Der römische Adelige Camillo Borghese (1775-1832), zweiter Ehemann von Napoleons Schwester Pauline Bonaparte, hatte die antiken Kunstwerke aus dem Familienbesitz auf Drängen seines Schwagers verkauft.

TV-Quoten

Lost in Frauenfußball: Ein japanisches Sommermärchen

Dem Finale der Fifa Frauen-Weltmeisterschaft schauten 15,34 Millionen Zuschauer in der ARD zu (Gesamt-Marktanteil: 46,6 Prozent). Wer Frauen und Fußball nicht mochte, schaute "Men in Black" auf Pro Sieben, knapp drei Millionen waren dabei.