Radioquoten

104.6 RTL ist der meistgehörte Sender in Berlin-Brandenburg

Am 9. September 1991 hörten die Berliner zum ersten Mal das "Hallo, Berlin" von Arno Müller und seiner Morgencrew. Zwanzig Jahre später erreicht der Sender mit der erfolgreichsten Morningshow der Stadt die besten Zahlen seiner Geschichte und hat erstmals sowohl im Gesamtmarkt Berlin und Brandenburg, als auch im Kernmarkt Berlin die Führungsposition übernommen.

In beiden Bundesländern zusammen schalten jetzt 209 000 Hörer in der Durchschnittstunde 104.6 RTL ein, das entspricht einem Hörerzuwachs von 18 Prozent - also 32 000 Hörern mehr, wie RTL betont. In Berlin allein gewinnt der Sender ebenso hinzu (5000 Hörer mehr) wie in der werberelevanten Zielgruppe der 14-49 Jährigen (zehn Prozent Hörerzuwachs) im Gesamtmarkt.

Den zweiten Platz in der Hörergunst teilen sich in der Region Berlin-Brandenburg der RBB-Sender Antenne Brandenburg und der Privatsender BB Radio mit jeweils 192 000 Hörern. Auf dem dritten Platz folgt 94,3 rs2 (161 000), Vierter ist der Berliner Rundfunk 91,4 (135 000). 105'5 Spreeradio hat seine Hörerschaft in den letzten Jahren mehr als verdoppelt und kann in der aktuellen Media-Analyse das hohe Niveau bestätigen: So bleibt es ebenfalls eines der meistgehörten Programme der Hauptstadt. In der werberelevanten Zielgruppe der 14-49 Jährigen hat es demnach nochmals zwölf Prozent neue Hörer dazugewonnen.

Die genannten Ergebnisse gehen aus der gestern veröffentlichten Media-Analyse hervor, die die Grundlage für die Preise der Radiowerbung bildet und die zweimal im Jahr veröffentlicht wird.

Trotz der Konkurrenz durch das Internet und andere Medien bleibt die Radionutzung in Deutschland über alle Zielgruppen hinweg stabil. Auffällig und beruhigend für die Radiomacher, dass gerade die sogenannten "Nachwuchshörer" unter 30 Jahren immer mehr Zeit mit Radiohören verbringen. Wie bereits bei der vergangenen Media-Analyse, liegt die Tagesreichweite in der aktuellen Erhebung unverändert bei 79,3 Prozent. Mehr als 58 Millionen Menschen schalten in Deutschland demnach werktags ihr Radio ein. Die statistisch erhobene Hördauer bleibt mit 199 Minuten pro Tag konstant.

Seit dem Jahr 1972 untersucht die Media-Analyse regelmäßig, wie viele Hörer die öffentlich-rechtlichen und privaten Radioprogramme in Deutschland haben. Die Hörfunknutzung wird seit Anfang vergangenen Jahres auf Basis der "deutschsprachigen Bevölkerung ab 10 Jahren" ermittelt. Grundlage der aktuellen Studie sind 64 335 Interviews, die von sechs unabhängigen Marktforschungsinstituten durchgeführt wurden. Die Erhebungszeiträume für die Media-Analyse Radio 2011/II waren vom 5. September bis 19. Dezember 2010 und vom 2. Januar bis 17. April 2011.