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Rückschlag im Kampf gegen Filmpiraterie

Die mit viel Aufsehen erst vor fünf Wochen abgeschaltete illegale Plattform Kino.to hat schon jetzt einen Nachfolger: Die neue Seite "Kinox.to" sieht aus wie eine Kopie ihres Vorgängers.

Dort hieß es am Dienstag: "Das legendäre Online-Stream-Portal Kino.to war eine der Lieblingsseiten vieler deutscher und ausländischer Internetnutzer, die es satt hatten, viel Geld für überteuerte Kinovorstellungen und verspätete Serien-DVD-Releases auszugeben." Die Homepage war wegen des Ansturms teilsweise nicht zu erreichen. Die Gruppe soll auch hinter den Internetseiten movie2k.to und neu.to stecken.

Die Polizei war im Juni mit einer bundesweiten Razzia gegen die Betreiber von Kino.to vorgegangen. Ihnen werden die Gründung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung vorgeworfen. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) versuchte, das Geschehen als Erfolg zu verkaufen: Es habe "vergleichsweise lange gedauert", bis die Nachfolgeseite kam. Derweil war die Website der GVU nicht mehr erreichbar. Ob der Vorfall in Zusammenhang mit den illegalen Filmportalen stehe, sei unklar.