Gedenken

"Zentrum für verfolgte Künste" hofft auf Anerkennung

Tausende Künstler, Schriftsteller und Publizisten flohen während des Nationalsozialismus aus Deutschland. Doch ein öffentliches Museum für die Geschichte und Werke des Exils gibt es in Deutschland bislang nicht.

Auch Exilgeschichten aus der DDR, der zweiten deutschen Diktatur im 20. Jahrhundert, könnten dort dokumentiert werden. Diese Ziele hat sich das seit Dezember vergangenen Jahres im Solinger Kunstmuseum angesiedelte "Zentrum für verfolgte Künste" gesetzt. Doch der Einrichtung fehlt Geld, sie bangt um ihre Existenz. Unterstützung erhielten die Initiatoren jetzt durch Briefe von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und Prominente wie Udo Lindenberg, Iris Berben und Günther Uecker. Sie warben in Briefen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder um finanzielle und ideelle Unterstützung - bislang allerdings ohne Reaktion.