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Ich lese gerade ... Birgit Vanderbeke: Das lässt sich ändern

Gabriele Seebode (56), Buchhandlung Richard Auerbach Nachf. , Albrechtstr. 10, Steglitz: Birgit Vanderbekes Roman "Das lässt sich ändern" sinnt man hinterher und denkt, schön. Aber man ist auch ein bisschen angegessen, weil man das eigene von Bürokratie, Hektik und Handy geprägte Leben damit vergleicht und sich fragt, ob es da nicht noch etwas anderes gibt. Die Erzählerin ist in einer Familie aufgewachsen, in der Klavierspiel die einzige Form von Handarbeit ist. Ihr Lebensweg ist vorgeordnet. Doch dann schleppt sie den zupackenden Adam an, der Dreck unter den Nägeln hat, und beschließt, mit ihm auszubrechen und Kinder zu bekommen. Sie landen in einem Häuschen auf einer Streuobstwiese in Ilmenstett und beginnen ein alternatives Leben, was glücklicherweise augenzwinkernd erzählt wird und nicht in einen kitschigen Alternativroman abrutscht. Aber die Autorin steht schließlich für Selbstironie und schreibt so pointiert, das man beim Lesen immer wieder ein Grinsen im Gesicht hat.

Birgit Vanderbeke: Das lässt sich ändern, Piper Verlag, 160 Seiten, 16,95 Euro