Geschichte

Hilmar Hoffmann gibt Mitgliedschaft in NSDAP zu

Der SPD-Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann hat laut einem Zeitungsbericht eine frühere Mitgliedschaft in der NSDAP eingeräumt.

Der langjährige frühere Präsident des Goethe-Institutes habe zugegeben, 1943 als 17-Jähriger in die NSDAP eingetreten zu sein, berichtete die "Frankfurter Rundschau" (Freitagausgabe). Der heute 85-Jährige sei vor zwei Monaten durch einen Journalisten mit seiner Mitgliedsnummer und der Mitgliedschaft konfrontiert worden. Hoffmann wehrte sich den Angaben zufolge jedoch gegen eine "nachträgliche Kriminalisierung". Sein Lebenswerk stehe "im Dienste der Aufklärung".

Der Tag seines Aufnahmeantrags, der 1. April 1943, war laut "Frankfurter Rundschau" nach Angaben des früheren langjährigen Frankfurter Kulturdezernenten der Tag von Hoffmanns Notabitur am Horst-Wessel-Gymnasium in Oberhausen. Dort hätten die Listen zur Aufnahme in die Partei ausgelegen, und Hoffmann habe unterschrieben.

Hoffmann war nach eigenen Worten mit 17 Jahren "begeisterter Jungvolkführer". Für ihn und seine Altersgenossen sei diese Untergliederung der Hitler-Jugend "Freiheit" gewesen. "Wir hatten keine Alternative", sagte er der Zeitung.