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Kulturpolitik: Zu teuer: Prager Staatsoper wird geschlossen

Kulturpolitik

Zu teuer: Prager Staatsoper wird geschlossen

Die Prager Staatsoper wird aus Kostengründen zum Ende des Jahres geschlossen und fusioniert mit dem Nationaltheater. Von dem Schritt ist auch das Ballettensemble des Hauses unweit des Wenzelsplatzes betroffen. Die beiden Orchester und Chöre sollen vorerst erhalten bleiben, bekommen aber voraussichtlich eine gemeinsame künstlerische Leitung. Die Zahl der Musiker werde mittelfristig reduziert werden, kündigte der konservative Kulturminister Jiri Besser gestern in Prag an.

Trend

Neuer deutscher Exportschlager? Volksmusik für Asiaten

Der Chef des Plattenlabels Ariola, André Selleneit, schließt eine künftige internationale Ausrichtung von Volksmusik nicht aus. Es gebe "merkwürdige Einzelfälle", sagte Selleneit der Berliner Morgenpost. Hansi Hinterseer etwa feiere beachtliche Erfolge in Dänemark und habe Lady Gaga in den Charts verdrängt. "Dass auch Asiaten das Exotische reizt, möchte ich nicht ausschließen." Generell sei die Zielgruppe nicht mehr so homogen wie vor 20 Jahren. Auch beim Oktoberfest beobachte er "eine signifikante Zunahme blutjunger Dirndl-Trägerinnen".

Bühne

Auch in Stuttgart verzögert sich die Sanierung des Theaters

Nicht nur bei der Berliner Staatsoper dauert die Sanierung länger als geplant: Auch beim Stuttgarter Schauspielhauses gibt es Verzögerungen. Die neue Spielzeit 2011/2012 könne nicht im Oktober im runderneuerten Haus im Schlossgarten eröffnet werden, sagte Schauspiel-Intendant Hasko Weber gestern. Die Wiedereröffnung sei erst im Februar 2012 möglich. Die Folge: Die Spielzeit wird noch einmal in der Übergangsspielstätte in einer ehemaligen Mercedes-Niederlassung eröffnet, wo das Schauspiel derzeit untergebracht ist. Auswirkungen auf die Kosten gebe es nicht, erläuterte Weber. "Sie sind bei 52 Millionen Euro für Schauspielhaus und Oper gedeckelt.