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Literatur: Herta Müller wünscht sich "Ort der Erinnerung an das Exil"

Literatur

Herta Müller wünscht sich "Ort der Erinnerung an das Exil"

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ("Atemschaukel") plädiert für einen "Ort der Erinnerung an das Exil" in Deutschland. "Zurzeit ist ein Zentrum in Vorbereitung, das die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg darstellen wird. Aber wer denkt eigentlich an die Vertreibungen, die im Dritten Reich stattfanden?", sagte Müller dem Magazin "Focus". Zahlreiche Künstler, Maler und Sänger seien damals emigriert und nie wiedergekommen - etwa die Nobelpreisträger Nelly Sachs und Thomas Mann.

Film

Produktionsfirmen testen neue Wege der Filmfinanzierung

Deutsche Produzenten testen laut einem Medienbericht einen neuen Weg zur Filmfinanzierung. Die Produktionsfirmen TeamWorx ("Die Flucht", "Hindenburg") und Von Fiessbach Film riefen ab dieser Woche im Internet dazu auf, mit Spenden den Dreh eines erotischen Spielfilms zu sichern, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". 170 000 Euro sollen so zusammenkommen. Ist die Sammelaktion erfolgreich, wird ab August der Film "Hotel Desire" mit Clemens Schick und Anna Maria Mühe gedreht. Falls nicht, komme das eingezahlte Geld Nachwuchsfilmern zugute. In der Musikbranche wird das System bereits praktiziert.

Architektur

Bauhaus Dessau würdigt Architekt Mies van der Rohe

Im Bauhaus Dessau ist seit Sonntag eine Ausstellung zu Ehren seines letzten Direktors Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) zu sehen. Für die Schau im Meisterhaus Muche/Schlemmer wurden Fotografien der Künstlerin Heidi Specker und des einstigen MoMA-Kurators Ludwig Glaeser (1930-2006) kombiniert, teilte die Stiftung Bauhaus Dessau mit. Beide würdigen in ihren Werken auf unterschiedliche Weise die Arbeiten des Architekten Mies van der Rohe, der ein Freund von klaren Formen, Glas und Stahl war. Er war der dritte und letzte Bauhausdirektor.

Speckers digitale Fotoarbeiten zeigen Architektur aus Berlin.