Musik

Gil Scott-Heron, der "Pate des Rap", mit 62 Jahren gestorben

Erst im vergangenen Jahr erlebte er nach langer Abwesenheit und einem einjährigen Gefängnisaufenthalt wegen Drogenbesitz ein triumphales Comeback mit seinem Album "I'm New Here", auf dem er seinen ureigenen Stil kongenial in die Neuzeit übersetzte.

- 40 Jahre, nachdem Gil Scott-Heron die New Yorker Polit- und Musikszene mit aufrührerischen Funk-Songs und engagierten Spoken-Word-Performances elektrisiert hatte. Am Freitagnachmittag ist der Musiker, Poet und Schriftsteller nun im Alter von 62 Jahren in New York gestorben. Nähere Umstände sind noch nicht bekannt. Scott-Heron war in der Vergangenheit immer wieder durch seine Kokainsucht mit dem Gesetz in Konflikt geraten, musste mehrfach Gefängnisstrafen verbüßen.

Scott-Heron, 1949 in Chicago geboren, wuchs in Tennessee auf, wo er früh mit Rassismus gegen Afroamerikaner wie ihn in Berührung kam. Er wurde zur festen Größe in den New Yorker Clubs, vor allem in Harlem, wo er politische Texte über Diskriminierung und soziale Missstände "rappte". 1970 erschien sein erstes Album "Small Talk At 125th & Lenox Avenue", 1971 folgte Pieces Of A Man". Den Titel "Pate des Rap" wollte Gil Scott-Heron nie annehmen, obwohl ihn HipHop-Musiker immer wieder als Haupteinfluss und Wegbereiter nennen.