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Literatur: Listen der von den Nazis geraubten Bücher im Internet

Literatur

Listen der von den Nazis geraubten Bücher im Internet

Das Landesarchiv und die Zentral- und Landesbibliothek in Berlin haben die Listen jener Bücher im Internet veröffentlicht, die nach dem Krieg in der Hauptstadt sichergestellt wurden. Dadurch soll den ehemaligen Besitzer der Werke oder deren Erben ermöglicht werden, die geraubten Exemplare aufzuspüren. Die Internetseite lautet " www.bergungsstelle.de ". Ihren Namen hat sie von der Behörde, die in Jahren 1945 und '46 Bücher aus Nazi-Beständen sammelte und an die Bibliotheken weitergab.

Kunstwerke

Uni Leipzig muss altägyptische Sammlung zurückgeben

Die altägyptische Sammlung der Universität Leipzig ist zu Unrecht im Besitz der Hochschule. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin und bestätigte damit einen Bescheid des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen. Die Universität kündigte an, Schritte gegen die Entscheidung zu prüfen. Die Sammlung hatte der jüdische Leipziger Professor Georg Steindorff zusammengetragen. Das Bundesamt für offene Vermögensfragen sprach die Sammlung der Jewish Claims Conference zu, die während der NS-Zeit verfolgte Juden vertritt. Die Behörde war davon ausgegangen, dass Steindorff 1936 die Sammlung unter Druck des NS-Regimes verkauft hatte. Steindorff habe die Sammlung für 8.000 Reichsmark und damit nachweislich unter Wert verkauft.

Auszeichnung

Schönthal-Feltrinelli erhält Karlsmedaille

Inge Schönthal-Feltrinelli, in Italien tätige Verlegerin, in Aachen den europäischen Medienpreis, die Karlsmedaille, erhalten. In der Laudatio würdigte sie der ehemalige "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust als "Grande Dame der europäischen und internationalen Literaturlandschaft". Die Jury hatte die Auszeichnung damit begründet, dass Schönthal-Feltrinelli mit ihrem Verlag ein Bollwerk in der durch Konzentration geprägten italienischen Medienlandschaft geschaffen habe.