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Kunst: Buchheim-Museum wehrt sich gegen Kritik vom Rechnungshof

Kunst

Buchheim-Museum wehrt sich gegen Kritik vom Rechnungshof

Ausgerechnet zum zehnten Jubiläum des Buchheim-Museums in Bernried sorgt der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) mit Kritik an dem Haus für Wirbel. Mehr als 1,2 Millionen Besucher, im Schnitt 80 000 pro Jahr, habe das Museum am Starnberger See seit seiner Eröffnung 2001 angezogen, sagte Kuratorin und Museumssprecherin Clelia Segieth. Das sei eine "gute Zahl". Dagegen hatte der ORH vor dem Hintergrund "dramatisch sinkender" Besucherzahlen eine "intensivere Zusammenarbeit mit den staatlichen Museen und Sammlungen angeregt" und die "Überfinanzierung" des Hauses kritisiert. "Weil die Eigeneinnahmen des Buchheim-Museums nicht auf den Betriebskostenzuschuss angerechnet werden, konnte dieses Rücklagen von bisher 1,7 Millionen Euro aufbauen", monierte der ORH. Die "Sonderbehandlung" des Buchheim-Museums sei "nicht gerechtfertigt". Ende des Jahres werde sich der Haushaltsausschuss "erneut mit der Angelegenheit beschäftigen".

Roman

Berliner Autor Nicol Ljubic bekommt ver.di Literaturpreis

Der Berliner Autor Nicol Ljubic erhält den mit 5000 Euro dotierten ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg für das Jahr 2010. Er bekommt ihn für seinen bei Hoffmann und Campe erschienenen Roman "Meeresstille", in dem sich ein junger Mann in die Tochter eines angeklagten serbischen Kriegsverbrechers verliebt. Der Autor wurde 1971 in Zagreb geboren und wuchs in Griechenland, Schweden und Russland auf. In Deutschland studierte er Politikwissenschaft. Er ist freier Autor und Journalist und lebt in Berlin.

Jazz

Dresdner Dixieland-Festival bittet Stadt um finanzielle Hilfe

Das Internationale Dixieland Festival Dresden hat die Stadt um finanziellen Beistand ersucht. Bereits in diesem Jahr hatte Direktor Joachim Schlese die Kommune vergeblich um 50 000 Euro zur Unterstützung der für Fans kostenlosen Open-air-Konzerte gebeten. "Man brüstet sich mit dem Festival, aber wir bekommen nichts", sagte Schlese. In diesem Jahr sind mehr als 300 Musiker aus 14 Ländern dabei, man rechnet wieder mit etwa 500 000 Besuchern.

Openair

Landesbühnen Sachsen streichen Oper auf Felsenbühne Rathen

An den Landesbühnen Sachsen in Radebeul führt der Rotstift Regie. Wegen Geldproblemen gibt es keine Übertragung der Puccini-Oper "La Bohème" vom Stammhaus auf die Felsenbühne Rathen. Die sollte dort mit neuem Bühnenbild in der Sommerspielzeit openair gezeigt werden. "Nach dem Wirksamwerden der Tarifsteigerungen müssen - wie in anderen Kultureinrichtungen auch - bei den Landesbühnen Sachsen alle Kosten auf den nochmaligen Prüfstand", teilte das Mehrspartentheater mit. Außerdem falle Shakespeares "Romeo und Julia" in Rathen den Einsparzwängen zum Opfer. Mehrere Aufführungen auf der Felsenbühne fallen ersatzlos aus.