KulturNews

Cannes: Nach Nazi-Äußerung: Israel will Lars-von-Trier-Film nicht zeigen

Cannes

Nach Nazi-Äußerung: Israel will Lars-von-Trier-Film nicht zeigen

Die Äußerungen von Filmregisseur Lars von Trier über Hitler und die Nazis haben zur Abbestellung seines neuen Films "Melancholia" aus Israel und Argentinien geführt. Von Triers Geschäftspartner in der Filmgesellschaft Zentropa, Peter Albæk Jensen, bestätigte, dass der zuständige israelische Filmverleih einen schon geschlossenen Vertrag wieder auflösen wolle. Von Trier hatte in Cannes bei seinem "humorvoll" gemeinten Bekenntnis, er sei Nazi, auch gesagt: "Ich bin sehr für Juden - aber nicht zu sehr, weil Israel absolut schrecklich ist" (im Original: "...a pain in the ass"). Trotz seiner Entschuldigung für die Äußerungen wurde der Däne vom Festival als "unerwünschte Person" ausgeschlossen.

Kunst

Das "Autocenter" nimmt teil bei Wowereits Sommerschau

Die Künstlerliste der mit Spannung erwarteten Sommerschau "Based in Berlin", initiiert durch den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, blieb bis jetzt unter Verschluss. Nun ist klar: Der Ausstellungsraum "Autocenter" wird dabei sein mit drei Gruppenausstellungen und einer eintägigen Aktion namens "Ein fliegender Stein für die Kunst als Opfer der Politik". Sie soll Bezug nehmen auf den Fall des verhafteten chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Das "Autocenter" hat Kultstatus und ist bekannt für seine kurzen Ausstellungen, 13 waren im letzten Jahr zu sehen.

Goethe-Institut

Johannes Ebert wird neuer Generalsekretär

Johannes Ebert ist zum neuen Generalsekretär des Goethe-Instituts gewählt worden. Mit dem Leiter der Moskauer Dependance sei ein erfahrener Kollege aus den eigenen Reihen des Kulturinstituts bestimmt worden, teilte das Goethe-Institut am Freitag mit. Ebert, Jahrgang 1963, tritt am 1. März 2012 die Nachfolge von Hans-Georg Knopp an, der das Amt seit 2005 innehatte und im nächsten Jahr in Rente geht.