KulturNews

Kunst: Bildhauer Günther Oellers gestorben

Kunst

Bildhauer Günther Oellers gestorben

Der Bildhauer Günther Oellers ist tot. Der Künstler, der nach Angaben seiner Familie ein Freund von Heinrich Böll und Joseph Beuys war, starb im Alter von 86 Jahren in seiner Geburtsstadt Linz am Rhein (Kreis Neuwied). Oellers hatte an der Kölner Werkschule und in Paris studiert und wurde durch zahlreiche öffentliche Werke bekannt, etwa für das Wohngebiet Horchheimer Höhe in Koblenz. Anfang der 1970er Jahre zählte er laut Mitteilung zu den Gründungsmitgliedern der "Freien Internationalen Universität für Kreativität und interdisziplinäre Forschung" um Beuys. d

Ausstellung

Eigenes kleines Museum für Schriftsteller Erich Loest eröffnet

Das sächsische Mittweida ehrt den Schriftsteller Erich Loest seit gestern mit einem eigenen kleinen Museum. Untergebracht ist es in einem Haus, in dem der Romancier von 1933 bis 1948 wohnte. Loest hat viele persönliche Gegenstände wie Kleidung, Dokumente und persönliche Erinnerungsstücke beigesteuert, die in einem etwa 50 Quadratmeter großen Raum zu sehen sind. Die Exponate böten einen Querschnitt durch sein Leben, hieß es. Erich Loest zählt zu den bedeutenden deutschen Nachkriegsautoren.

Literatur

Der Greifenverlag geht in die Insolvenz

Der traditionsreiche Greifenverlag Rudolstadt ist zahlungsunfähig. Der Geschäftsbetrieb werde weitergeführt, teilte eine Insolvenzverwalterin mit, allerdings müssten Investoren gefunden werden, die den Verlag übernehmen. Der Greifenverlag wurde 1919 im sächsischen Hartenstein gegründet und ist seit 1921 in Rudolstadt in Thüringen ansässig. Bis Anfang der Neunzigerjahre erschienen knapp 1000 Titel, darunter Erstausgaben von Karl Grünberg und Johannes R. Becher sowie später Bücher von Lion Feuchtwanger, Victor Klemperer und Paul Zech. 1993 kam nach zwei gescheiterten Privatisierungen zunächst das Ende. 2009 war der Verlag wiedergegründet worden.