Kunst

Der Sammler Erich Marx feiert 90. Geburtstag

Beuys, Warhol, Rauschenberg, Lichtenstein, Kiefer, Twombly: ohne seine Kunstwerke wäre der Hamburger Bahnhof nicht das, was er ist - ein Museum für zeitgenössische Kunst mit Rang.

Die Sammlung Marx ist eine tragende Säule der Nationalgalerie. Am Ostermontag feiert Sammler und Mäzen Erich Marx, aus dem Dorf Brombach stammend, seinen 90. Geburtstag. Sein erstes Bild war ein Cy Twombly, der damals schon 95 000 Mark kostete. Auch heute noch kaufe er Bilder, sagte Marx kürzlich, Daniel Richter zum Beispiel, "aber nicht so gezielt wie früher."

Zu den zentralen Künstlerfiguren zählt Marx Beuys, mit dem er befreundet war. Für ihn sollte er einst Bienenwachs - Beuys bevorzugtes Material - sponsern - für 250 000 Euro. Aus dem Deal wurde nichts, doch der Humor hielt beide zusammen. Raumgreifende Rauminstallationen und Hunderte von Zeichnungen gehören in den Marx-Bestand. Gemeinsam mit dem Ex-Beuys-Sekretär Heiner Bastian entwarf Marx ein Sammlungskonzept mit drei Punkten: Konzentration auf Top-Künstler wie eben Warhol oder Beuys, nur zeitgenössische Künstler, ausschließlich Werke mit "Museumsreife". Seit 1996 wird seine Sammlung im Hamburger Bahnhof ausgestellt.