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Literatur: Umzug des Eichborn-Verlags nach Berlin verzögert sich

Literatur

Umzug des Eichborn-Verlags nach Berlin verzögert sich

Der Umzug des Eichborn Verlags von Frankfurt nach Berlin kommt wohl nicht wie geplant am 1. Juli zustande. "Der Betriebsrat der Eichborn AG hat den Kündigungen widersprochen und damit den Umzug möglicherweise verzögert", erklärte Mehrheitsaktionär Matthias Koch. Er sei aber weiter überzeugt, dass es zur geplanten Fusion mit dem Aufbau Verlag keine Sanierungsalternative gibt. "Ich halte mein Angebot zur Erweiterung der Zusammenarbeit aufrecht". Er werde auf der nächsten Hauptversammlung die entsprechenden Anträge stellen, betonte Koch. Die Fusion mit Aufbau war Anfang des Jahres beschlossen worden. Die Eichborn AG soll Teil der künftigen Aufbau-Verlagszentrale in Berlin-Kreuzberg werden. Von den 78 Mitarbeitern wurden laut Verlag 35 betriebsbedingt gekündigt, 13 hätten ein Angebot erhalten, mit nach Berlin zu gehen.

Kunst

Grassi-Museum lässt Bauhaus-Fenster einsetzen

Das Grassi-Museum für Angewandte Kunst in Leipzig lässt seine im Krieg zerstörten Bauhaus-Fenster wieder entstehen. Die sieben Meter hohen Arbeiten des Künstlers Josef Albers (1888-1976) sollen bis September dieses Jahres in das Treppenhaus des Art-Deco-Gebäudes eingesetzt werden, teilte das Museum mit. Die insgesamt 18 Fenster, die an riesige Thermometerskalen erinnern, sind nach Angaben des Grassi-Museums die größte Flachglasarbeit eines Künstlers der Dessauer Bauhauszeit. Sie wurden 1927 anlässlich der Ausstellung "Europäisches Kunstgewerbe" eingesetzt. Der in Bottrop (Nordrhein-Westfalen) geborene Josef Albers trat 1920 in die von Walter Gropius gegründete Kunstschule Bauhaus in Weimar ein und wurde später stellvertretender Direktor.