Kino

Japan-Filmfestival steht im Schatten von Fukushima

Das japanische Filmfestival "Nippon Connection" steht vom 27. April bis 1. Mai in Frankfurt im Zeichen der Atomkatastrophe von Fukushima.

Die japanische Regisseurin Hitomi Kamanaka wird am Donnerstag außerhalb des Programms ihren Film "Rokkasho Rhapsody" vorstellen, der den Widerstand der Bevölkerung gegen den Bau einer Wiederaufbereitungsanlage in der Präfektur Aomori dokumentiert. Beim weltweit größten japanischen Filmfestival außerhalb Japans werden über 100 Kurz- und Langfilme gezeigt, darunter 54 Deutschland- und 24 internationale Premieren. Rund 60 Regisseure, Schauspieler oder Produzenten aus Japan werden erwartet, wie die Organisatoren am Mittwoch in Frankfurt berichteten. Das Filmfest wird zum 11. Mal organisiert.

"Der 11. März hat alles verändert", sagte Festivalleiterin Marion Klomfaß zu den Auswirkungen des Erdbebens und der Nuklearkatastrophe. Aus Japan seien die Organisatoren jedoch bestärkt worden, am traditionsreichen Festival festzuhalten. 50 Cent von jedem Ticket gehen dieses Jahr an die Erdbebenopfer.