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Anstehen für die "Lange Nacht der Opern und Theater"

"Genießen Sie die Berliner Kultur." Mit dieser Aufforderung eröffnete Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz gestern Abend die "Lange Nacht der Opern und Theater" auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne.

Auf dem Platz wurde ab 20 Uhr ein Open-Air-Programm mit Theaterquiz angeboten. Rund 60 Bühnen - und damit ein paar weniger als im vergangenen Jahr - haben sich an der dritten Ausgabe des Spektakels beteiligt, insgesamt wurden etwa 200 Produktionen gezeigt. Die meisten in Form von Ausschnitten, gewissermaßen als Appetitanreger.

Lang war die Warteschlange vor dem im Stadtbad Neukölln - hinter dem schlichten Namen verbirgt sich eines der schönsten Jugendstilbäder Europas. Dort sollte eigentlich um 19 Uhr die Unterwasseroper "Aquaria Palaoa" gezeigt werden, aber dann sprach sich unter den Wartenden langsam herum, dass das Event erst um 22 Uhr beginnen werde, weil vorher eine Probe unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Becken angesetzt sei. Also auf zu einer anderen Location wie dem ziemlich hippen Heimathafen Neukölln, wo die Berliner Autorin Felicia Zeller mit einer Lesung den bunten Abend eröffnete.

Nicht dabei sind in diesem Jahr die Musical-Theater, die aus demselben Grund verzichten wie das Berliner Ensemble: Die Einnahmeausfälle durch nicht stattfindende Vorstellungen seien zu hoch.