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Ich höre gerade ... Dan Sartain: Lives

Henry Voss (45), Vopo Records, Danziger Str. 31, Prenzlauer Berg: Dan Sartains aktuelles Album "Lives" ist mein Lieblingsalbum 2010. Entdeckt wurde der Musiker aus Birmingham, Alabama, der zunächst ein Underground-Geheimtipp war und ein bisschen an der Öffentlichkeit vorbei gespielt hat, von den White Stripes, die ihn auf ihre Tour mitgenommen haben. Später tourte er dann auch mit The Hives. Ich bin beim letzten Konzert der Beatsteaks in der Wuhlheide auf Sartain aufmerksam geworden, als er als One-Man-Vorband allein auf großer Bühne stand. Wie schon die beiden Vorgänger-Alben ist "Lives" einfach super. Der stilistische Mix aus Garagenrock, Country und Rock'n'Roll ist eigenwillig und spannend. Mit den hörbaren Punk-Einflüssen verleugnet Sartain auch seine Vergangenheit nicht. In den USA nennt man ihn deshalb den "Post-Punk Johnny Cash". Die dreizehn Album-Tracks sind melodiös und begeistern auch Leute, die sonst keine ausgewiesenen Country- und Western-Fans sind.

Dan Sartain: Lives , One Little Indian, ca. 15 Euro.