Missmanagement

"Berliner Zeitung" klagt über den eigenen Verlag

Der Redaktionsausschuss der "Berliner Zeitung" hat in einem offenen Brief kritisiert, dass die finanziellen Verluste der "Frankfurter Rundschau" nicht durch journalistische Arbeit der Redaktion, sondern durch Missmanagement und Konzeptionslosigkeit im Verlag entstanden seien.

"Die Frankfurter Kollegen müssen für die Fehler anderer büßen." Der Brief ist an die Chefredaktionen der Berliner Zeitung, die DuMont-Redaktionsgemeinschaft und Frankfurter Rundschau und die Verlagsleitung des Berliner Verlages gerichtet. Sie üben Kritik daran, dass auf die in Berlin arbeitende Redakteure durch den Stellenabbau bei der FR mehr Arbeit zukomme. Die Journalisten müssen zusätzlich zur "Berliner Zeitung" bis zu 40 Seiten täglich liefern. "Bereits jetzt ist absehbar: Dafür reicht das in Berlin geplante zusätzliche Personal bei weitem nicht aus. Aus nahezu allen Ressorts und Abteilungen kommen begründete Warnungen, dass die Kalkulationen keinesfalls praxistauglich sind", heißt es im Schreiben.