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Ich lese gerade ... Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter

Birgit Hoffmann (59), Der kleine Buchladen, Weydinger Str. 14-16, Mitte: Anlässlich des 100. Internationalen Frauentags, der gerade gefeiert wurde, empfehle ich "Die DDR und ihre Töchter" von Claudia Wangerin. Es ist bemerkenswert, dass die 1976 in München geborene Autorin sich dieses Themas angenommen hat. Sie hat dafür bekannte und weniger bekannte Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlichster Herkunft interviewt, zeitgenössische Dokumente und Medien durchforstet. Wangerin reflektiert die Emanzipation in der DDR ab Mitte der Fünfziger bis zur Wendezeit und vergleicht sie mit der Situation jetzt. Etwa die berufliche Stellung der Frauen. Sie zeigt, wie viel Prozent einen Hochschulabschluss hatten und wie selbstbewusst die Frauen waren. Keine war vom Einkommen ihres Mannes abhängig. Es gab gleiches Geld für gleiche Arbeit und jede Frau konnte tun, was sie wollte. So ein Buch gab es noch nicht. Es liest sich erfrischend und informativ.

Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter, Verlag Das neue Berlin, 208 S., 12,95 Euro.