Präsentation

Europas Museen zu Gast in Peking

Deutsche Museen bereiten eine rekordverdächtige Ausstellung in China vor - die "Kunst der Aufklärung". Die Exposition mit über 350 Exponaten auf 2700 Quadratmetern ist von Herbst 2010 an im Nationalmuseum in Peking zu sehen, teilten die Organisatoren gestern mit.

Neben den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind die Staatlichen Museen zu Berlin und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München vertreten. Es sei die größte Ausstellung zum Thema Aufklärung, die jemals in Asien zu sehen war. Sie gilt als Höhepunkt des 2005 vereinbarten Programms zum deutsch-chinesischen Kulturaustausch.

"Die Ausstellung eröffnet die Bilderwelt einer Epoche an der Schwelle zur Moderne, deren Ideen für die Kunst bis heute von programmatischer Bedeutung sind. Mit Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Kostümen, Möbel- und Raumkunst, Skulpturen und Büchern soll die Kunst der Aufklärungszeit und ihre Wirkungsgeschichte für das chinesische Publikum in ihrer Vielfalt lebendig werden", hieß es in einer Erklärung der drei Generaldirektoren Michael Eissenhauer (Berlin), Martin Roth (Dresden) und Klaus Schrenk (München). Vertreten sind beispielsweise Meisterwerke von Watteau, Boucher, Pesne, Piranesi, Chodowiecki, Hogarth und Goya.

Das chinesische Nationalmuseum am Platz des Himmlischen Friedens in Peking wird derzeit nach den Plänen der Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner mit einer Gesamtfläche von etwa 200 000 Quadratmetern umgebaut und erweitert. Mit der Neugestaltung des Bauwerks verbindet sich der Anspruch, das Museum als ein Zentrum der Weltkulturen zu etablieren, in dem Ausstellungen aus aller Welt zu Gast sein werden.