Literatur

Buchbranche setzt bei E-Books auf die neuen Tablet-Computer

Die Buchbranche erwartet in diesem Jahr den Durchbruch für das E-Book. "Der neue Markt formiert sich", sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Vorstellung der ersten umfassenden Studie zum digitalen Buch in Deutschland.

Derzeit bevorzugen lediglich zwei Prozent der Deutschen elektronischen Lesestoff. 82 Prozent kaufen ausschließlich oder weitgehend gedruckte Bücher. Die Verlage gehen aber davon aus, dass ihr Umsatz im E-Book-Bereich von 5,4 Prozent (2010) auf 16,2 Prozent im Jahr 2015 wächst. Der Umsatz in den Buchhandlungen mit E-Books soll laut Untersuchung bis 2015 auf 9,2 Prozent steigen. 2010 waren es nur 0,8 Prozent. Den Optimismus für die große Wende beim E-Book im Jahr 2011 begründet der Dachverband der Branche vor allem mit den neu auf den Markt drängenden Tablet Computern. Diese sollen den Schub bringen.

Im vergangenen Jahr wurden zwei Millionen E-Books mit einem Umsatz von rund 21 Millionen Euro in Deutschland verkauft. Vor allem im wissenschaftlichen Bereich und bei Sachbüchern wird das E-Book wichtig. Die Belletristik - dazu gehören Romane - bleibt dahinter deutlich zurück. "Es geht sehr, sehr langsam und moderat voran", sagte Jürgen Horbach, Schatzmeister des Börsenvereins, zur Entwicklung in diesem Bereich.