KulturNews

Film: Cinecittà Luce vor dem Aus? Italien spart an Filmförderung

Film

Cinecittà Luce vor dem Aus? Italien spart an Filmförderung

Die gravierenden Kürzungen im Kulturhaushalt der Regierung von Silvio Berlusconi drohen dem italienischen Film den Garaus zu machen. Nur noch 7,5 Millionen statt bisher 17 Millionen Euro erhält die staatliche Filmgesellschaft "Cinecittà Luce" in diesem Jahr aus dem Kulturtopf. "Das reicht gerade mal, um unsere Gehälter zu bezahlen, aber nicht für unsere Arbeit", erklärte Mariantonietta Curione, Sprecherin von "Cinecittà Luce". "Cinecittà Luce" - nicht zu verwechseln mit der inzwischen privat geführten Filmstadt "Cinecittà" - ist vor allem für die Förderung des italienischen Films im In- und Ausland zuständig.

Theater

Jelinek und Grips-Inszenierung für Mülheimer nominiert

Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ist erneut für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert worden . Sie tritt diesmal mit ihrem Stück "Winterreise" an. Neben Jelinek konkurrieren sechs weitere Autoren um die Auszeichnung. Auch das Grips Theater kann sich freuen: Die Produktion "Ohne Moss nix los" - geschrieben von Jörg Isermeyer - wurde für den "Mülheimer Kinderstückepreis" nominiert. Die Mülheimer Theatertage gelten als wichtigstes Forum deutschsprachiger Gegenwartsdramatik und finden zum 36. Mal statt.

Festival

Dieter Wedel will "Jud Süß" in Worms inszenieren

Intendant Dieter Wedel will bei den Wormser Nibelungen-Festspielen mit "Jud Süß" einen historisch belasteten Stoff anpacken. Einige Leute hätten versucht, ihm das auszureden oder seinen Plan als mutig bezeichnet, sagte Wedel. "Ich weiß nicht, was daran mutiger sein soll als die Nibelungen zu machen." Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer war von den Nazis für antisemitische Propaganda missbraucht worden - wie auch die Nibelungen-Sage. Wedel will "ein Drama über Hass, Vorurteile, Verrat und einen beispiellosen Justizskandal" erzählen.