Rundfunk

Radio 1 stürzt in der Hörergunst ab

Es klang bei Radio 1 wie nach einem desaströsen Wahlabend. Man werde in Ruhe das Ergebnis analysieren und zu einem gegebenen Zeitpunkt Schritte unternehmen, hieß es bei dem öffentlich-rechtlichen Sender.

40 000 Hörer - knapp ein Drittel der Hörerschaft - verlor Radio 1 in Berlin-Brandenburg im Vergleich zur letzten Erhebung im Juli 2010, wie aus der Media-Analyse hervorgeht. Für den RBB liest sich die Erhebung wie eine Kette von Niederlagen. Bis auf Radio Berlin 88.8 mit einem zarten Plus von 2,9 Prozent schalten auch weniger Menschen Inforadio, Fritz und Antenne Brandenburg ein.

Gewinner ist 94,3 rs2, deren Zuhörerschaft um 27,4 Prozent auf nunmehr 144 000 wuchs. Zweiter Gewinner ist Kiss FM, die 23,1 Prozent mehr Menschen einschalteten als bei der Erhebung zuvor. Marktführer ist Antenne Brandenburg (228 000 Hörer, - 3,4 Prozent) vor BB Radio (199 000 Hörer, - 3,4 Prozent) und RTL 104,6 (177 000 Hörer, 7.9 Prozent).

Marktführer in Berlin bleibt 104.6 RTL, denen 114 000 Hörer in der durchschnittlichen Stunde in dem Erhebungszeitraum von Montag bis Freitag folgen. Auf dem zweiten Platz folgt 105,5 Spreeradio (94 000), dritter ist 94,3 rs2 (86 000).

In Berlin erreichen die öffentlich-rechtlichen Sender des RBB insgesamt 30,1 Prozent der Bevölkerung. Von den RBB-Sendern liegt Radio Berlin 88,8 vorne (8,7 Prozent), gefolgt von Inforadio (6,4 Prozent) und Antenne Brandenburg (6,0 Prozent). Bei den privaten Sendern führen bei der Reichweite 104.6 RTL (13,4 Prozent), 98,8 Kiss FM (8,4 Prozent) und 105,5 Spreeradio (7,7 Prozent).

Erstmals wurde auch bundesweit eine Reichweitenstatistik für die ARD-Bundesliga-Konferenz erhoben: Gut 4,2 Millionen Zuhörer ab 10 Jahren folgen den Fußballspielen am Samstagnachmittag.