Filmstudios Babelsberg

Potsdam feiert sich als Stadt des Films mit Open-Air-Klassikern

Das hundertjährige Bestehen der Filmstudios Babelsberg steht streng genommen erst im kommenden Jahr an. 1912 fiel jedenfalls die erste verbürgte Klappe für eine Filmproduktion.

Weil im nächsten Jahr aber auch der 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen gefeiert wird, heißt das Themenjahr der Stadt bereits in diesem Jahr "Potsdam - Stadt des Films". Denn anno 1911 war ja auch die Grundsteinlegung der Studios.

Das feiert die Stadt unter anderem mit Open-Air-Vorführungen von historischem Filmerbe, das hier vor Ort entstand, vor großer Kulisse: Vom 1. bis 3. September werden im Schlosspark von Sanssouci, vor der Neuen Orangerie, drei Ufa-Filmklassiker gezeigt, zwei meisterliche Stummfilme mit großer Orchesterbegleitung sowie ein früher Tonfilm, der nirgends besser passt als hier: "Das Flötenkonzert von Sanssouci" (1930), der erste Tonfilm über Friedrich II. mit Otto Gebühr als Friedrich II. Das führt dann ja geradewegs ins nächste Jahresmotto hinein.

In den Ufa Filmnächten, die gemeinsam von der Stadt Potsdam, dem dortigen Filmmuseum und der Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung veranstaltet werden, sind außerdem "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1922) zu sehen, der allererste Dracula-Film der Kinogeschichte, sowie der Murnau-Klassiker "Der letzte Mann" (1924), in dem Emil Jannings vom geachteten Hotelportier zum Toilettenputzer herabsinkt. Das Deutsche Filmorchester wird die beiden Stummfilme mit Originalpartituren live begleiten. Und prominente Paten werden in einem kurzen Vortrag jeweils die filmhistorischen Hintergründe erläutern. Der Ticketverkauf beginnt im Juni.

( zdr )