Hamburg

Bühnenverein fordert mehr Präsenz in den Medien

Eine stärkere Medienpräsenz und mehr finanzielle Unterstützung für Theater und Orchester - der Deutsche Bühnenverein hat bei seinem zweitätigen Treffen in Hamburg klare Forderungen an Politiker und Journalisten gestellt.

"Die Rundfunkgebühren sind auch dafür da, die Kultur im Fernsehen zu sichern", sagte der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin, gestern in Hamburg. "Ein Stück vom Kuchen muss auch für uns zur Verfügung stehen." Das Theater verschwinde aus dem Fernsehen, kritisierte auch der Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, Ulrich Khuon. Das werde auch daran deutlich, dass der Theaterkanal sein Format ändere und von April an "ZDF Kultur" heiße. Aber auch die Zeitungen wurden aufgerufen, wieder mehr Wert auf die Bühnenberichterstattung zu legen. Während etwa gesellschaftliche Debatten oder Medien-Themen in den Feuilletons immer präsenter würden, bliebe häufig kein Platz für Theaterkritiken.