Kunst

Seit 1974 war es nicht zu sehen - Ein rotes Warhol-Bild unterm Hammer

Der Meister der Pop Art kommt Dienstag unter den Hammer: Dann wird Andy Warhols monumentales, in Rot und Weiß gehaltenes Selbstporträt bei Christie's in London versteigert.

Schätzpreis: 5 Millionen Pfund. Doch der Endpreis wird wohl höher liegen, es gibt nur noch wenige große Warhols auf dem Markt und viele Liebhaber unter den Sammlern. Nahezu dreißig Jahre war das Bildnis nicht zu sehen, weil es sich in einer Privatsammlung befand. Es ist Herzstück der Auktion "Post War and Contemporary", wo auch Jeff Koons oder Andreas Gursky mit Werken vertreten sind. Die Selbstporträts Warhols gehören zum Kern seines künstlerischen Schaffens. Eigentlich hörte er nie auf, sich selbst zu malen. Wie ein Schauspieler, so schlüpft der Factory-Man immer wieder in Rollen, die er dem Betrachter vorspielt. Viele Werke sind allerdings auch ein Mischung aus Selbstanalyse und Maskerade, ein Spiel mit der eigenen Identität.