Besucher

Neues Museum ist Publikumsliebling Nummer eins

Bei Stiftungspräsident Hermann Parzinger zeigt die Kurve mit einem Plus von 700 000 Besuchern für die Staatlichen Museen "ganz klar nach oben".

Das Neue Museum ist mit 1,14 Mio. Besuchern die Nummer Eins. Insgesamt verbuchten die Museen im Jahr 2010 an 16 Häusern 4,7 Mio. Gäste. Damit löst das von Chipperfield sanierte Gebäude mit der Nofretete das Pergamonmuseum ab, das bis dato Publikumsmagnet war, aber immer noch 1,03 Mio. Gäste anzog. Die Insel scheint ohnehin das Lieblingskind auf der musealen Landkarte Berlins zu sein: auch die Alte Nationalgalerie ist mit bald 365 000 bestens besucht, hingegen musste das Alte Museum bluten - kaum verwunderlich, da Nofretete ja nun nebenan Hof hält. Über 100 000 Besucher mehr, nämlich 310 000, konnte der Hamburger Bahnhof verbuchen, der mit Ausstellungen wie Walton Ford und Bruce Naumann 310 000 Besucher hatte. Museumschef Udo Kittelmann kann also mit seiner neuen Ausstellungspolitik zufrieden sein.

Im Bereich Masterplan liegen die Prioritäten weiterhin auf der Einrichtung der James-Simon-Galerie, deren Fertigstellung Ende 2014 geplant ist. Freunde der Klassischen Moderne können sich freuen, bereits Ende des Jahres soll der Erweiterungsbau mit dem Skulpturengarten für das Museum Berggruen fertig sein. Der lang geplante Umbau des Kunstgewerbemuseums am Kulturforum soll im Herbst konkret werden. Das Haus soll als modernes Modemuseum aufgewertet werden, nach zweijähriger Schließung wird das sanierte Gebäude 2013 neu eröffnen. Ebenfalls im Herbst steht die Wiedereröffnung des Museums Europäischer Kulturen an, das sich mit einer überarbeiteten Dauerausstellung "Kulturelles Leben in Europa" neu aufstellen wird. Weiteres Highlight ist in diesem Jahr das 150-jährige Museum der Nationalgalerie.