Film

Max-Ophüls-Preis für Nachwuchsregisseur Johannes Naber

Für sein Spielfilmdebüt "Der Albaner" hat Regisseur Johannes Naber den diesjährigen Max-Ophüls-Preis erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm am Samstagabend in Saarbrücken verliehen. Der Gewinnerfilm erzähle auf eindringliche Weise die Reise eines Albaners nach Deutschland und seinen verzweifelten Kampf, die Mitgift für seine Liebe in Albanien aufzutreiben.

Der "Spezialpreis der Jury" ging an "Inside America" von Barbara Eder. Der mit Laien und Improvisation erarbeitete Film biete einen überraschend anderen und sehr genauen Blick auf den amerikanischen Traum, hieß es zur Begründung. Eine lobende Erwähnung vergab die Jury an "Tage die bleiben" von Pia Strietmann. Liebevoll, präzise und mit stilsicherem Gespür für tragisch-komische Momente erzähle der Film die Zeit zwischen Tod und Beerdigung in einer Familie. Eine zweite lobende Erwähnung ging an "180°" von Cihan Inan, der darin vier parallel montierte Geschichten über Menschen an einem besonderen Punkt ihres Lebens erzählt.

Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Sarah Horváth ausgezeichnet, die in "Songs of Love and Hate" zu erleben war. Der Preis für den besten Nachwuchsdarsteller ging an Burak Yigit, der im mittellangen Film "Gurbet - Fremde Heimat" beeindruckte. Regisseur Martin Busker bekam für "Halbe Portionen" den Preis für mittellange Filme. Der Preis für den besten Kurzfilm 2011 ging an "Zwischen Himmel und Erde" von York-Fabian Rabe. Mit dem Max-Ophüls-Preis wird seit 1980 jährlich der beste Nachwuchsfilmer ausgezeichnet. Das Festival ist nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt und gilt als das wichtigste Forum des deutschsprachigen Nachwuchsfilms.