TV-Kritik: Das Traumhotel - Malediven (20.15 Uhr, ARD)

Kitsch im Paradies

Vorsicht, seichte Gewässer: In zwei neuen Folgen des "Traumhotels" darf Christian Kohlund wieder als weiser Manager luxuriöse Urlaubsanlagen in Ferienparadiesen betreuen und hemmungslos auf der Kitschwelle surfen.

Hotelier Markus Winter und seine Gäste erleben auch diesmal Familiendramen und Verwechslungsgeschichten, die sich am Ende schneller auflösen als ein Eiswürfel am Tropenstrand. Helmut Zierl spielte in der ersten, auf den Malediven gedrehten Folge einen hektischen Geschäftsmann, der erst in den Armen einer Schildkrötenschützerin seine innere Mitte fand - derweil musste Francis Fulton-Smith als Witwer einen Draht zu seiner bockigen kleinen Tochter finden. Bei der großen Schlussparty war natürlich alles gut, beim rauschhaften Happy End tanzten einheimische Grazien und eine riesige Papptorte wurde an den Palmenstrand getragen. Lagunenblau statt deutsches Wintergrau - als Spa für die Augen mochte dieser Inseltrip in den Indischen Ozean ja durchgehen. Aber die dazugehörige Kitschorgie würde vermutlich noch den sanftesten Yogi auf die Palme bringen.