Filmfestspiele

Adlon-Thriller auf der Berlinale: Wettbewerb ist jetzt komplett

Der Berlinale-Wettbewerb ist komplett. Gestern gaben die Filmfestspiele die letzten Titel bekannt.

Demnach ist Deutschland nun mit drei Filmen vertreten: Neben Andres Veiel RAF-Drama "Wer wenn nicht wir", der schon bekannt war, läuft auch der neue Film von Ulrich Köhler, das Entwicklungshilfe-Drama "Schlafkrankheit" sowie "Almanya - Willkommen in Deutschland", das Spielfilmdebüt der Deutschtürkin Yasemin Samdereli über die ersten türkischen Gastarbeiter im Deutschland der sechziger Jahre. Deutsche Stars wie Moritz Bleibtreu und Udo Samel sind auch im österreichischen Beitrag "Mein bester Freund" zu sehen, in dem ein SS-Mann und ein KZler die Rollen tauschen. Und dann ist da natürlich noch der Film, der einmal "Unknown White Male" hieß, dann "Unknown Identity" und nun als "Idenitity" in das Rennen um die Bären geht: Jaume Collet-Serras Thriller, der im Frühjahr in Babelsberg und im Hotel Adlon gedreht wurde: mit Stars wie Liam Neeson, Diane Kruger und Bruno Ganz.

Stars für den Teppich verspricht auch der US-amerikanische Beitrag "Margin Call" mit Kevin Spacey, Demi Moore und Jeremy Irons; ferner dürfen wir (aus den bereits bekannten Titeln) auf Ralph Fiennes, Jeff Bridges und Gerard Butler hoffen. Außerdem wird man auf der 61. Berlinale, die vom 10. bis 20. Februar läuft, oft zur Brille greifen müssen. Nicht nur Wim Wenders zeigt hier, wie berichtet, seine Pina-Bausch-Hommage "Pina" in 3D; auch Werner Herzogs 3D-Dokumentation "Cave of Forgotten Dreams" wird als Sondervorführung im Berlinale-Palast gezeigt. Und während auch "Pina" nur außer Konkurrenz gezeigt wird, läuft der französische Trickfilm "Les contes de la nuit" als allererster 3D-Film überhaupt in einem Berlinale-Wettbewerb. Insgesamt wird es allerdings weniger Filmemacher von Weltrang im Wettbewerb geben. Die Berlinale setzt mehr auf junge, unbekannte Regisseure - aus Mexiko, Iran, Korea und der Türkei.