Jahrestag

Festival zeigt Schulungsfilme der Stasi

Anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls widmet sich das 25. Kurzfilmfestival "Interfilm" vom 3. bis 8. November in Berlin auch den Ereignissen zwischen Mauerbau 1961 und Mauerfall 1989.

In fünf Kurzfilmprogrammen des Festivals mit dem Titel "Ostfront/Westfront" wird noch einmal ein Blick auf die Zeit des Kalten Krieges geworfen, kündigten die Veranstalter an. Scharf geschossen wird in den filmischen Werken des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit aus dem Bestand der Birthler-Behörde. In den für interne Zwecke hergestellten Schulungsfilmen wird "die Zersetzung des Klassenfeindes" geprobt. Die auf Super 8 gedrehten Filme werden im Programm "Ein Staat in Panik" und erstmals mit englischen Untertiteln gezeigt.

Spektakulär soll der "filmische Stadtspaziergang" mit der Aktion "A Wall Is A Screen" werden, hoffen die Veranstalter. Dabei wollen Filmemacher Hausfassaden in Leinwände verwandeln und Passanten mit einbeziehen. Länderschwerpunkte des Kurzfilmfestivals sind diesmal Russland und die Niederlande. Die Programmreihe "Ostfront/Westfront" wird im Zeughauskino gezeigt. Eröffnet wird das Festival im Haus der Kulturen der Welt. Aufführungsorte sind auch Babylon und das Filmtheater am Friedrichshain.

( dpa )