TV-Kritik: "Yorkshire Killer 1974" (23.30 Uhr, ARD)

Düstere Siebziger

Schlaghosen, coole Autos und Koteletten bis zum Hemdkragen: In der britischen Krimiserie "Life on Mars", die im deutschen Fernsehen auf Kabel 1 lief, durfte der Zuschauer über die skurrilen Seiten der siebziger Jahre in England schmunzeln.

Das war zum Auftakt der britischen Krimitrilogie "Yorkshire Killer" über eine Mordserie in Nordengland, den die ARD jetzt zeigte, ganz anders: Der 1974 spielende Film zeigte ein kaputtes Land, das damals unter einer schweren Wirtschaftskrise litt. In leeren Pubs, öden Industriegebieten und ausgestorben wirkenden Tiefgaragen recherchierte der junge Reporter Eddie (Andrew Garfield) eine Story über einen Kindermörder, der in der tristen Region für Angst und Schrecken sorgte. Dem Killer kam er zwar nicht auf die Spur, dafür enthüllte er aber einen mörderischen Skandal um einen kriminellen Bauunternehmer (Sean Bean) und Korruption in der Polizei, der ihn schließlich selbst das Leben kostete. In den beiden weiteren Teilen der packenden und düsteren Trilogie nach Romanen des Bestsellerautors David Peace müssen also neue Helden ran, auf die man gespannt sein darf.