Berlinale

Hommage und Ehrenbär für Maurice Jarre

Der französische Filmkomponist und Oscar-Preisträger Maurice Jarre wird im kommenden Jahr mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dem 84-Jährigen werde im Februar auch die Hommage der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin gewidmet.

Jarre gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Filmgeschichte. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick sagte, die Musik zu "Doktor Schiwago" sei "weltberühmt und unvergessene Filmgeschichte".Der internationale Durchbruch gelang Jarre 1962 mit seinen Arrangements zum Wüstenepos "Lawrence von Arabien" von David Lean, das im Anschluss an die Verleihung des Ehrenbären am 12. Februar im Kino International gezeigt wird. Der Film brachte ihm seinen ersten Oscar ein. Für "Doktor Schiwago" (1965) und "Reise nach Indien" (1984) erhielt Jarre mit zwei weitere Academy Awards.

Der 1924 in Lyon geborene Jarre begann seine musikalische Laufbahn mit einer Ausbildung als Schlagzeuger und Dirigent am Conservatoire de Paris. 1950 wurde er musikalischer Leiter des Théâtre National Populaire. Für dessen Orchester komponierte er die Schauspielmusik zu mehr als 70 Stücken. 1952 gab Jarre sein Debüt als Filmkomponist für Georges Franjus "Der Invalidendom". Im Laufe seiner Karriere war Jarre an mehr als 150 internationalen Filmproduktionen beteiligt. Er arbeitete zum Beispiel mit Regisseuren wie Alfred Hitchcock und Luchino Visconti. Der prominente Einsatz von Percussions gilt als sein Markenzeichen.

Der US-Schauspieler Joe Dallesandro, in den 70er Jahren Muse von Andy Warhol, wird bei der Berlinale mit einem Teddy-Spezialpreis ausgezeichnet. Die Filme von Warhol, Paul Morrissey oder Serge Gainsbourgs "Je T'aime Moi Non Plus" haben Dallesandro legendär gemacht. Der schwul-lesbische Teddy Award ist eine feste Institution der Filmfestspiele. Er wird am 13. Februar 2009 vergeben.