Extra: Eine letzte Träne

Die berühmteste Szene, mit der wir Peter Ustinov verbinden, ist die in "Quo vadis?" Auch wenn es nicht seine Stimme war, die in der deutschen Kinofassung quäkte, sondern Alfred Balthoffs. Der böse, intrigante, aber jämmerlich weiche Kaiser Nero befiehlt den Tod des Dichters Petronius. Als der vermeldet wird, heult er krokodilskaiserlichdicke Tränen. Und lässt sie in sein Tränenväschen träufeln, um sie ewig aufzubewahren: "Eine Träne für Petronius und eine für mich." Doch sogleich wird Nero erfahren, dass der Dichter ihn noch im Tod verspottet hat, und seine Amphore zornig fahren lassen. Auch wir wollen ein letztes Tränchen für diesen großen Menschen vergießen. Quo vadis, Ustinov? "Der Körper ist ein Mietwagen, den man irgendwann abgeben muss", hat er uns noch getröstet: "Nichts spricht dagegen, dass der Fahrer bleibt. Aber es spricht auch nichts dafür."