20000 Aleviten protestieren gegen "Tatort"

Nach einer ersten, kleineren Demonstration in Berlin am vergangenen Donnerstag haben gestern in Köln mehr als 20 000 Aleviten gegen die angebliche Verunglimpfung ihrer Gemeinschaft in einer "Tatort"-Folge protestiert.

Nach einer ersten, kleineren Demonstration in Berlin am vergangenen Donnerstag haben gestern in Köln mehr als 20 000 Aleviten gegen die angebliche Verunglimpfung ihrer Gemeinschaft in einer "Tatort"-Folge protestiert. Sie forderten eine Entschuldigung der ARD. In der am 23. Dezember ausgestrahlten Folge "Wem Ehre gebührt" wird eine Mordserie auf den Inzest in einer alevitischen Familie zurückgeführt.

Die friedliche Veranstaltung hatte nach Polizeiangaben "deutlich mehr Teilnehmer als angemeldet". Nach Schätzungen der Alevitischen Gemeinde versammelten sich Angehörige der Glaubensgemeinschaft aus ganz Deutschland und mehreren Nachbarländern neben dem Kölner Dom. Sie trugen Schriftbänder mit Texten wie "Warum sendet die ARD Verleumdungen von Islamisten?" BM