Art Forum

Ganz global: Galerist Michael Schultz aus Berlin

In stiller Größe und Schlichtheit hat Michael Schultz seinen Stand ausgestattet. Links ein Maik Wolf, ein großartig unmögliches Haus, das dennoch hyperreal wirkt.

- Ein schwarzes, ganz nachtschwarzes Triptychon von Sven Drühl (Falkenrot-Preisträger 2007), rechts ein Wasserfall von SEO (schon verkauft - satt fünfstellig - an einen Berliner Sammler) und Skulpturen von Joel Morrison.

Michael Schultz ist nicht nur einer der wichtigsten Galeristen in Deutschland, sondern auch einer der internationalsten. Er betreibt zwei Galerien in Berlin. In einer stellt er gesicherte Positionen aus, in der anderen bietet er jungen Künstlern ein Experimentierfeld. Seine Galerie in der koreanischen Hauptstadt Seoul ist ein west-östlicher Diwan ersten Ranges. Dort zeigt er, mit wachsendem Erfolg, koreanische wie deutsche Kunst. Die Koreaner kommen auch nach Deutschland - gerade hat Kim Yusob eine Ausstellung im Kunstkabinett Regensburg.

Mit Korea nicht genug: Michael Schultz ist auch Chinese, will sagen: Er betreibt eine Galerie in Peking, in einem der bekannten Galerienviertel rund um den Block "798" herum, wo sich chinesische und abendländische Galerien niedergelassen haben. Auch Peking ist verstärkt eine Plattform für internationalen Austausch.

Auch in New York hat er schon ein Büro. Wann daraus eine Galerie wird, muss sich noch zeigen. Aber Michael Schultz zeigt sich zuversichtlich: "Bei uns spüren wir nichts von der Finanzkrise. Aus der laufenden Ausstellung in Berlin haben wir am Eröffnungsabend fünf Bilder zwischen 27 000 und 105 000 Euro verkauft." Glück gehabt!

Art Forum: Halle 18, Stand 129