Der Berliner Maler Manfred Bluth ist tot

Er hat in der Kunst so ziemlich alles ausprobiert. Er hat die Welt bereist. Der Berliner Maler Manfred Bluth, Mitbegründer der Berliner Künstlergruppe «Schule der Neuen Prächtigkeit», zu der auch Johannes Grützke und Matthias Köppel gehören, ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 22. Dezember friedlich entschlafen.

Der 1929 in Berlin geborene Meisterschüler von Willi Geiger an der Akademie in München, der 1953 bis 1968 Ausstellungsleiter im Amerikahaus in Berlin war und von 1974 bis 1991 als Professor für Malerei an der Gesamthochschule in Kassel lehrte, begann mit surralistischen Werken unter dem Einfluss von Max Ernst, wurde, auch durch die Bekanntschaft mit K. H. Sonderborg, zum Abstrakten, kehrte aber in den frühen sechziger Jahren wieder zum Gegenständlichen zurück.

Bekannt sind vor allem seine «Berliner Stilleben» und die Porträts von Prominenten der Bundesrepublik. Sein künstlerisches Vermächtnis erschien schon 1986: «Weltbild und Bilderwelt - Notizen eines Malers am Ende von Zeit und Kunst.» Manfred Bluth wurde 76 Jahre alt. gcr