Arno Surminski bekommt Literaturpreis

Der Schriftsteller Arno Surminski (73) hat "den Kriegsopfern eine Stimme verliehen" und erhält dafür einen der höchstdotierten Literaturpreise in Deutschland.

Der Schriftsteller Arno Surminski (73) hat "den Kriegsopfern eine Stimme verliehen" und erhält dafür einen der höchstdotierten Literaturpreise in Deutschland. Er wird mit dem mit 25 000 Euro ausgestatteten "Hannelore Greve Literaturpreis" der Hamburger Autorenvereinigung bedacht. Surminski sei einer der profiliertesten Autoren, die sich mit Krieg und Nachkriegszeit und mit dem Schicksal der Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und ihren Bemühungen, im Nachkriegsdeutschland Fuß zu fassen, auseinandergesetzt haben, teilte der Schriftstellerverband am Sonntag mit.

Bekannt wurde Surminski 1974 durch seinen ersten Roman "Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland", der später als Dreiteiler mit Armin Mueller-Stahl und Monica Bleibtreu für das ZDF verfilmt wurde. Das Werk erzählt die Kindheit in einem ostpreußischen Dorf zwischen 1934 und 1945. Auch "Kudenow oder An fremden Wassern weinen" (1978) kam ins Fernsehen. Die Jury ehrt das Werk eines Autors, "der den vielen Kriegsopfern, insbesondere denen des 2. Weltkrieges, eine Stimme verliehen hat". dpa