Verbraucher

Prüfpflicht für Wasserleitungen gilt nicht für jeden

Sind ihre Wasserleitungen dicht?

Eine solche Frage kann Hausbesitzer aufschrecken. Denn Kanäle müssen bis Ende des Jahres auf ihre Dichtheit geprüft werden. Unter Druck setzen lassen, sollten sich Eigentümer aber deshalb nicht. Denn es gibt Ausnahmen.

Wasserschutzgebiete benötigen besonderen Schutz. Deshalb müssen Abwasserleitungen, die in solchen Gebieten vor 1965 auf Grundstücken verlegt wurden, bis Ende 2015 geprüft werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Bei später verlegten Leitungen endet die Prüffrist erst Ende 2020. Doch Vorsicht: Diese Frist zur Prüfung ruft auch unseriöse Anbieter auf den Plan.

Windige Unternehmen versuchen Hausbesitzer am Telefon oder an der Haustür zu überreden, eine Prüfung durchführen zu lassen. Hausbesitzer sollten sich nicht überrumpeln lassen. Denn: Wird bei der Prüfung ein Schaden festgestellt, können sich Sanierungsfristen bis zu zehn Jahren ergeben. Und: Hauseigentümer außerhalb von Wasserschutzgebieten sind nicht an die speziellen Prüffristen gebunden. Sie müssen jedoch für eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung ihrer Leitungen sorgen. Grundsätzlich sollten vor der Auftragserteilung immer mehrere schriftliche Angebote eingeholt und ausreichend Zeit zur Prüfung erbeten werden.

( dpa )