Studie

Service durch den Eigentümer

Viele Mieter kennen ihren Hausmeister nicht

Deutschlands Mieter wissen zu wenig über die Serviceleistungen ihres Hauseigentümers. Jedem Fünften ist nicht bekannt, ob es überhaupt einen Hausmeister in seinem Objekt gibt oder ob Gemeinschaftsflächen vorhanden sind. Jedem Vierten fehlen etwa Kenntnisse darüber, ob der Vermieter Reparaturen in der Wohnung auch am Abend durchführen lässt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie der TAG Immobilien AG mit der TU Darmstadt. Dazu wurden 1000 Mieter in Deutschland befragt.

Angebote für die Mieter

Hauseigentümer informieren ihre Mieter offenbar nicht ausreichend über ihre Angebote. Dabei bieten sie immer mehr Serviceleistungen an. Ob nun Paketannahme, Wachdienst, die Vermittlung von Haushaltshilfen oder eigens engagierte Handwerker – zunehmend bemühen sich Vermieter darum, bei ihren Mietern mit solchen Angeboten zu punkten. „Dieser Trend ist nicht nur in den Luxuswohnungen teurer Großstädte zu beobachten, sondern immer öfter auch in strukturschwachen Regionen mit höheren Leerstandsquoten“, sagt Immobilienexperte Dirk Schiereck von der TU Darmstadt.

„Unserer Erfahrung nach sind den Mietern zusätzliche Angebote des Hauseigentümers sehr wichtig“, sagt Claudia Hoyer von der TAG. 82 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Instandhaltungen und einen schnelleren Service bei der Beseitigung von Mängeln. Auch legen sie großen Wert darauf, dass es in ihrem Wohnhaus und in den dazugehörigen Außen- und Grünanlagen sauber ist. „Bei der Wahl einer neuen Wohnung ist für den Mieter entscheidend, dass der Eigentümer ihre Anliegen ernst nimmt, die Wohnung instand hält, anfallende Mängel schnell beseitigt und gut erreichbar ist“, erklärt Hoyer. „Es ist daher wichtig, dass der Eigentümer mit Mieterbüros vor Ort präsent ist.

„Wohnungsunternehmen müssen sich nicht nur intensiver mit einem flexiblen Service auf die Bedürfnisse ihrer Mieter einstellen, sondern sie auch regelmäßig über das vorhandene Angebot informieren und präsent sein. Das wird heute von ihnen erwartet“, sagt Experte Schiereck.