Sanierung

„Die Lage im Wasser ist sehr speziell“

Moderne Ausstattung und historisches Burggebäude werden verbunden

Bernd Jansen ist Geschäftsführer des Projektentwicklungsunternehmens Jansen Immobilien. Der Bauträger war federführend bei der Sanierung der historischen Burgmühle. Mit Bernd Jansen sprach Anna Klar.

Berliner Morgenpost:

Was ist das Andere an der Burgmühle, das es nur hier gibt?

Bernd Jansen:

Zweifelsohne die Lage: neben dem tausendjährigen Dom, mitten im Stadtzentrum, im Wasser.

Stellen Sie die Wohnanlage bitte vor. Wie viele Wohnungen gibt es?

Die Wohnanlage besteht aus 49 Wohnungen in den Größen zwischen 48 Quadratmetern und 140 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befinden sich ein Tagescafé sowie ein Waschsalon für die Burgmühlennutzer. Es sind noch nicht alle Wohnungen verkauft.

Was waren die Herausforderungen bei der Sanierung des Historischen Gebäudes ?

Aus einer alten Brandruine sollte eine Wohnanlage entstehen. Die besondere Schwierigkeit bestand darin, das Gebäude neu zu gründen, das heißt es wurden neue Bohrpfähle unter die vorhandene Ruine gesetzt. Es wurde Schritt für Schritt nach oben gebaut und gleichzeitig abgerissen, dabei durften die vorhandenen Gebäudeteile nicht einstürzen.

Welche Rolle spielte dabei der Denkmalschutz?

Die Vorgaben des Denkmalschutzes mussten eingehalten werden. Zwischen Denkmalschutz und uns bestand eine enge Zusammenarbeit mit dem Ziel, das Denkmal zu erhalten und eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen.

Was ist das Moderne an dem historischen Gebäude und wo sieht man noch den ursprünglichen Charakter?

Das Moderne am historischen Gebäude ist die Ausstattung. Diese besteht zum Beispiel aus Fußbodenheizung, Balkonen und Terrassen, alles direkt über dem Wasser. Die Wohnungen sind barrierefrei und haben einen Fahrstuhl. Bei der Sanierung wurden unter anderem Stahl und Holz verbaut, und zwar ohne Verwendung von Kunststoffen.

Zu dem Objekt gehört eine eigene Anlegestelle für Boote. Wird sie von Mietern auch genutzt?

Der vorhandene Bootsanleger wird von den Bewohnern intensiv genutzt. Das war nicht besonders schwer, da der Anleger bereits zu der alten Burgmühlenanlage gehörte. Hier legten früher die Lastkähne an, um die Mühle zu versorgen.

An wen richtet sich das Konzept?

Das ist ganz einfach: Wir sprechen alle an.

Können Sie etwas zur Entwicklung von Brandenburg an der Havel sagen? Wen zieht es hierher?

Brandenburg an der Havel ist nach meiner Ansicht die schönste Stadt im Land Brandenburg. Durch die vielen Kanäle und Wasserläufe könnte sie auch Ost-Venedig heißen. Überall im Stadtzentrum trifft man auf Wasser, Brücken, Boote und historische Gebäude. Es zieht Menschen in die Stadt die eben diese Tatsachen schätzen und genießen.