Heizkosten

Hydraulischer Abgleich hilft beim Sparen

Im Einfamilienhaus mindert das Justieren der Heizung die Rechnung um jährlich rund 110 Euro

Ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage bietet sich zum Ende der Heizperiode an. Damit wird die Anlage optimal für den nächsten Winter eingestellt. Im Schnitt lassen sich so in einem Einfamilienhaus jährlich 110 Euro Heizkosten einsparen, teilt die Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mit. Im Allgemeinen reicht ein hydraulischer Abgleich für die gesamte Lebensdauer des Heizsystems.

Was wird gemacht? Ein Sanitärfachmann ermittelt für jeden Wohnraum die benötigte Wärmeleistung und stellt die optimale Vorlauftemperatur und die nötige Wassermenge der Heizungsanlage entsprechend ein. Außerdem werden Pumpenleistung und die Werte für die nötigen Widerstände im Heizkreislauf errechnet und verarbeitet. So wird zum Beispiel sichergestellt, dass von der Umwälzpumpe zu den Heizkörpern und zurück immer genau die benötigte Wassermenge fließt. Ist das nicht der Fall, heizt die Anlage nicht alle Räume gleichmäßig gut auf. In der Folge dreht man in den kalten Räumen die Heizung stärker auf, was die Kosten in die Höhe treibt. Andere Folgen können Fließgeräusche, Pfeifen und Gluckern sein.

Wie hoch sind die Kosten? Rund 400 bis 1000 Euro kostet der hydraulische Abgleich. Die Summe variiert je nach Zahl der Heizkörper und dem allgemeinen Zustand der Heizung. Auswirkungen auf die Kosten hat auch die Frage, ob im Rahmen der Arbeiten voreinstellbare Thermostatventile und die Heizungspumpe getauscht werden. Laut co2online amortisiert sich die Investition durchschnittlich nach sechs Jahren. Ein hydraulischer Abgleich wird einmal gemacht, Wiederholungen sind nötig bei baulichen Änderungen am Haus wie einer Dämmung oder dem Einbau neuer Fenster.

Wann ist der beste Zeitpunkt? Eigentlich kann die Arbeit zu jeder Jahreszeit gemacht werden. Ist die Heizungsanlage noch in Betrieb, lässt sich die Wirkung der neuen Einstellung direkt überprüfen. Allerdings hat der Abgleich außerhalb der Heizperiode einen Vorteil: Das Abschalten der Anlage im Winter entfällt, zum Beispiel für den Einbau voreinstellbarer Thermostatventile. Zusammengefasst: Ein Termin mit dem Handwerker in der Übergangszeit kann sinnvoll sein. Beachten sollten Hausbesitzer auch, dass sie nicht zu lange mit der Terminvereinbarung warten. Handwerker sind häufig auf Wochen hinaus ausgebucht.

Wer macht den Abgleich? In der Regel ist das Aufgabe des Heizungsmonteurs – gerade, wenn zum Beispiel auch gleich neue Thermostatventile eingebaut werden sollen. Die Vorbereitungen wie Datenaufnahme und Berechnung können aber auch Schornsteinfeger und Energieberater übernehmen.

Wurde schon mal abgeglichen? Direkt erkennen kann man das nicht. Können Vorbesitzer des Gebäudes oder der zuständige Heizungsfachmann keine Auskunft geben, sind zu hohe Kosten oder auch Geräusche in der Anlage Hinweise auf falsche Einstellungen.