Energetische Sanierung

Gedämmte Wände sparen 20 Prozent Energie

Rund ein Viertel aller Hausbesitzer in Deutschland hat in den vergangenen drei Jahren sein Eigenheim modernisiert.

Bei den Arbeiten führen energetische Modernisierungen das Ranking der häufigsten Maßnahmen an. Das zeigen die Ergebnisse des LBS-Hausbesitzertrends 2015, einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der LBS. Demnach haben zwei Drittel der Modernisierer innerhalb der vergangenen drei Jahre eine oder mehrere Maßnahmen vorgenommen, um die Energiebilanz ihres Hauses zu verbessern. An zweiter Stelle folgen Arbeiten, die den Wohnkomfort erhöhen oder das Haus verschönern.

Wer sein Heim in den vergangenen drei Jahren modernisiert hat, investierte im Schnitt 16.250 Euro. Für energetische Maßnahmen wurden durchschnittlich rund 12.200 Euro ausgegeben, für Umbaumaßnahmen etwa 10.000 Euro. Knapp ein Viertel der Eigentümer plant in den kommenden drei Jahren (weitere) Modernisierungen. Dafür legen vier von zehn Hausbesitzern regelmäßig Geld zur Seite – im Schnitt rund 180 Euro im Monat.

Wer im Rahmen der Modernisierung den Energieverbrauch seiner Immobilie merklich reduzieren will, sollte allerdings nicht in blinden Aktionismus verfallen. Wichtig ist es, die Immobilie als Einheit zu sehen und sinnvolle Maßnahmenpakete zu schnüren. So bringt beispielsweise eine neue Heizungsanlage (Kosten ca. 10.000 Euro, Energieersparnis von 30 Prozent) nur wenig, wenn die Dämmung veraltet ist und wertvolle Energie über Wände und Dach verloren gehen. Eine Außenwanddämmung kostet pro Quadratmeter etwa 160 Euro und spart anschließend etwa 20 Prozent an Energie ein. Die Dachdämmung schlägt mit rund 125 Euro für den Quadratmeter zu Buche und bringt eine Ersparnis von rund sieben Prozent.

( BM )