Technik

Wie Mieter zu schnellerem Internet kommen

Internetleitungen werden immer leistungsstärker. Das Problem: Fehlen passende Anschlüsse in der Wohnung oder die entsprechenden Leitungen im Haus, bleibt das eigene Netz trotzdem langsam.

Mieter haben in so einem Fall nur wenig Handlungsspielraum. „Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf schnelles Internet in der Wohnung“, sagt Marielle Eifler vom Mieterverein zu Hamburg.

Vermieter sind nicht einmal verpflichtet, überhaupt einen Anschluss bereitzustellen. Allerdings gilt: Sind Telefon- und Kabelbuchsen in der Wohnung installiert, müssen sie auch funktionieren. Andernfalls können Mieter eine Frist von zwei bis drei Wochen setzen. In dieser Zeit muss der Vermieter dafür sorgen, dass die Leitungen genutzt werden können.

Mieter, die auf schnelles Internet angewiesen sind, sollten sich die Art der Verkabelung bei der Anmietung schriftlich bestätigen lassen, rät Eifler. Dadurch gilt ein vertraglicher Anspruch. Hält die Leitung dann nicht, was sie verspricht, ist der Vermieter verpflichtet nachzurüsten.

Wer sein Internet in Eigenregie mit neuen Leitungen auf Trab bringen möchte, muss vorher mit dem Vermieter Rücksprache halten. Der kann einen fachmännischen Einbau und eine Abnahme verlangen. „Es ist zu empfehlen, sich in so einem Fall vom Vermieter schriftlich einen Verzicht auf Rückbauverpflichtung geben zu lassen“, sagt Eifler. Bei Auszug brauchen die Leistungen dann nicht wieder ausgebaut zu werden. Sollen die bestehenden Leitungen schneller werden, rät die Expertin ebenfalls zum Gespräch mit dem Vermieter. Entsprechende Baumaßnahmen sind dann vielleicht mit einer Kostenbeteiligung der Mieter realisierbar. „Es hilft auch, mit den Nachbarn zu sprechen“, sagt Marielle Eifler. Es erleichtert die Argumentation gegenüber dem Vermieter, wenn nicht nur ein Mieter schnelleres Internet möchte.