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Gerichtsurteil

Mietminderung: Nachbars Katze muss draußen bleiben ++ Sanierung: Alle Eigentümer zahlen mit ++ Gehbehinderung: Rollator darf im Hausflur stehen

Nachbars Katze muss draußen bleiben

Katzenbesitzer müssen dafür sorgen, dass sich ihr Haustier nicht ständig in die Wohnung von Nachbarn schleicht, entschied das Amtsgericht Potsdam. Die Nachbarn hatten geklagt, weil die Katze immer wieder durch ihre geöffneten Fenster oder die Wohnungstür schlüpfte und sich nur schwer vertreiben ließ. Das Amtsgericht sprach ihnen bis zur Beseitigung der Belästigung eine Mietminderung in Höhe von zehn Prozent zu, wie der Infodienst Recht und Steuern der LBS meldet (Az. 26 C 492/13).

Alle Eigentümer zahlen mit

Auch einzelne Wohnungseigentümer können die zwingend erforderliche Sanierung des gemeinschaftlichen Eigentums durchsetzen, entschied der Bundesgerichtshof. In dem Fall hatten sich Eigentümer in einem Dreiparteienhaus geweigert, sich an den Kosten für die Sanierung des Gemeinschaftseigentums im Bereich der Kellerwohnung zu beteiligen. Dort war Feuchtigkeit eingedrungen. Der BGH urteilte: Sie müssen mitzahlen, auch wenn sie von den Mängeln nicht direkt betroffen sind (Az. V ZR 9/14).

Rollator darf im Hausflur stehen

Der Vermieter muss das Abstellen eines Rollators im Hausflur dulden, wenn dadurch kein anderer Hausbewohner behindert wird, urteilte das Amtsgericht Recklinghausen. Auf die Entscheidung weist der Berliner Mieterverein hin. Im vorliegenden Fall ging es um eine gehbehinderte Mieterin, die nicht in der Lage ist, den Rollator in den ersten Stock zu tragen. Es sei ihr auch nicht zuzumuten, jedes Mal den Ehemann ums Hochtragen zu bitten (Az. 56 C 98/13).