Verbraucher

Verkappte Werbung kommt als Bau-Info daher

Viele Internetportale bieten eine Fülle an Wissenswertem zu Baustoffen und Bauweisen, Hausplanung und Haustechnik, zu energetischen Standards und erneuerbaren Energien an.

Um sich in dem Dschungel nicht zu verlieren, sollten Bauinteressierte im Vorfeld einen Fragenkatalog erarbeiten. Checklisten und Schlagworte wie Bauverträge, Baufinanzierungen oder Qualitätskontrollen sind zielführend, auch Suchbegriffe wie Baurechtslexikon oder Finanzierungslexikon helfen weiter. Wer fündig geworden ist, sollte prüfen, ob es sich um eine marktneutrale Information handelt oder um indirekte Werbung für ein Produkt oder Unternehmen, heißt es im Ratgeber „Hausbau-Informationen im Internet“, den man online beim Hausherren-Schutzbund bestellen kann.

In der Regel nicht neutral sind die sogenannten Hausbau-Navigatoren im Internet. Die Antworten auf Fragen nach Haustyp, Kosten, Wohnflächen oder Grundstück führen zu geeigneten Angeboten und Anbietern. Verbrauchern sollte allerdings klar sein, dass solche Internetauftritte in der Regel Marketinginstrumente der Firmen sind. Wo konkret Hausobjekte zu besichtigen sind, kann bundesweiten Übersichten über Musterhäuser entnommen werden, zum Beispiel auf der Seite www.bauratgeber-deutschland.de (Suchwort: Berlin oder Potsdam).

Kritisch sollten Verbraucher Hausanbieter bewerten, die mit Qualitätssiegeln und Zertifikaten werben, ohne ausreichend darzulegen, was dahinter steckt. Auch von „Billigpreisfallen“ sollten sie sich nicht verführen lassen: Ohne konkrete schriftliche Hausangebote mit Bauvertrag und Bau- sowie Leistungsbeschreibung, in die die individuellen Anforderungen der Bauherren einfließen, sind Preise nicht bewertbar. Auch Finanzierungsrechner sollten mit Vorsicht betrachtet werden, sie können Anfragen an Finanzierungsinstitute auslösen und persönliche Daten übermitteln.

www.bsb-ev.de